Freitag, 9. Mai 2008

3 Tage schönes Wetter

Schönes Wetter macht mir ein schlechtes Gewissen. Dann hat man draußen zu sein und die Sonne zu geniesen. Doch warum eigentlich? Wer sagt das? ...die winzige Stimme in mir... Aber dabei wollte ich doch extra zu Hause bleiben, um meine Kisten auszuräumen, den Schreibkrimskrams zu machen usw. - und hab extra deswegen Frankreich abgesagt. Wie blöd. Falsche Entscheidung. Kann man nicht rückgängig machen... Nur noch das WE retten. Hab mir schon überlegt tgl. 5 h draußen zu sein und 5 h drinnen. Doch trotzdem macht es den faden Beigeschmack nicht weg. Es plagt mich das Fernweh und kann nicht weg. Warum will ich eigentlich immer weg? Da sind wir wieder an dem Punkt, sich genug sein zu können. Bin mir nicht genug. Es gibt so viel da draußen.

Sonntag, 27. April 2008

Ein Wunsch

Was ist, wenn plötzlich alles anders ist, als erwartet?
Wenn plötzlich die Heile-Welt-Version nicht mehr aufgeht?
Was ist, wenn einem fast die Hände gefesselt sind, um helfen zu können.
Was ist, wenn es plötzlich keinen Sinn macht, aufzustehen, um was zu tun, weil alles so traurig ist?
Auch wenn die Sonne wieder aufgegangen ist - wieder und wieder- wünsch ich mir, dass ich mich das nicht mehr fragen muss.

Es soll wieder gut werden.

Montag, 17. März 2008

Zum Geburtstag

Meine Schwester ist für mich immer gleich alt. Immer liegt sie fünf Jahre vor mir. Wir sind wie durch eine große magische Geburtstagsschleife miteinander verbunden. Es ist schön, mit ihr mein Leben zu teilen. Sie ist wie mein anderes ich, mein gezügeltes Spiegelbild, mein Wunschleben, gegen das ich mich bewußt entschieden habe. Ich weiß, wie sie riecht, wie sie lacht, wie sie wütet und die Welt sieht. Ihre Kinder fühlen sich für mich an, wie meine Geschwister, denn auch ich wurde von ihr teilweise großgezogen. Darum scheinen wir alle in der gleichen Hirnhälfte abgespeichert zu sein. Sie verwechselt ständig unsere Namen.

Für mich ist sie meine große Schwester.
Alles Gute meine Liebe und Danke für alles.
Ein Leben ohne dich würde mir sehr schwer fallen.
Du gehörst zur sonnigen Hälfte in mir.

In Liebe
Dein Lesterschwein, Eichhörnchen, Buckel, Schlenkerpipi, Heulsesuse und treuster Fan.

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Donnerstag, 13. März 2008

Gekreuzigtes Kaninchen

Ich hatte einen Traum.
Man muss dazu sagen, dass ich, seitdem ich aus Südafrika zurück bin, in den letzten 3 Monaten 12x hin und hergezogen bin. Die kommenden 2 Wochen sind meine letzten Steps auf dem Weg in meine eigenen 4 Wände.

"...Ich wohnte in einer unbekannten Umgebung, bei Fremden in einer WG. Ich fühlte mich dort wohl. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass dies keine guten Menschen waren. Ich sass in der Küche und war beschäftigt. Mein Rucksack stand am Boden. Plötzlich war alles wie in einer S-Bahn und 2 dunkle Gestalten der WG stürzten sich wie Krähen auf mein Gepäck und zogen es in ein anderes Zimmer. Dort rissen sie all meine Sachen aus der Tasche heraus und verteilten diese in der ganzen Wohnung. Alles war versteckt, vermixt und durcheinander. Ich wollte jedoch weiter reisen und fing an, mir alles in Ruhe wieder zusammen zu sammeln. Sie machten Witze und meinten sarkastisch, als wüssten sie etwas, was ich noch nicht weiß: "Nimm dir ruhig Zeit..." und lachten. Dann kam ich wieder in die Küche und an einem Holz-Pfahl steckte ein totes, gekreuzigtes, weißes Kaninchen, welches versinnbildlichen sollte, was mir bald wiederfahren wird: SIE WOLLTEN MICH AUFESSEN!!!
Ich flüchtete. Wohin weiß ich nicht mehr.
Ein Mitschüler strich mir über den Rücken und sagt: "Alles wird gut."

Dienstag, 26. Februar 2008

Run um Wörthsee

Freitag war ich rennen. Der See sah so schön aus. Er wirkte gross, doch im Internet fand ich heraus, dass der Umfang nur 15 km beträgt. Also machte ich mich an diesem wunderhübschen, sonnigen Nachmittag auf dem Weg. Es war meine bisher weiteste Strecke. Ich habe 1,5 Stunden gebraucht. Es war ein Erlebis. Rechts hatte ich immer den See in all seinen Facetten im Augenwinkel. Die Landschaft wechselte von Feld zu Wald, Straße, Park, Trampelpfad, Luxushäuserviertel usw. Warum ich´s getan habe? Es war halt so´ne Idee "...man müsste mal..."! Und jetzt hab ich´s getan und weiss wirklich, dass man - in dem Fall ich - das wirklich wirklich mal gemacht haben muss. Da ich das geschafft habe, schaff ich auch die anderen Dinge im Leben :-)) Das ist ein beruhigendes Gefühl.
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